Der polnische Präsident hat dem Präsidenten Zelensky den Orden des Weißen Adlers aberkannt, nachdem der Ukrainer seine Entscheidung, einer ukrainischen militärischen Eliteeinheit den Namen "Helden der UPA" zu erteilen, nicht revidiert hatte. Es ist ein wichtiger symbolischer Schritt von Karol Nawrocki, der aber an der Realität wenig ändert. In die polnisch-ukrainischen Beziehungen ist zwar die Wahrheit laut zurückgekehrt. Damit ist aber bloß das sichtbar geworden, was aufmerksame Beobachter ohnehin wussten.
JERZY J. MAĆKÓW
Man soll gegen den Strom schwimmen. Mit dem Strom schwimmt der Müll. (Zbigniew Herbert)
02.07.2026
Zelensky und der Weiße Adler
10.03.2026
Ursula über Kernenergie und Deutschland
Ursula von der Leyen, eine (ziemlich unglückliche) Ministerin in der Regierung Angela Merkel, ist fü jede spektakuläre Wende gut. Als Verteidigungsministerin schuf sie z.B. Panzer in der Bundeswehr ab, für die sie heute in der Ukraine Geld bereitstellt. Aber Gleiches gilt auch für andere Felder, was das folgende Zitat, das heute durch die Medien lief, beweist:
14.02.2026
Friedrich Merz sagt Unsinn auf der Sicherheitskonferenz
Friedrich Merz sagt in München (was für eine sinnlose VeranstaltuKosten des Steuerzahlers diese Sicheheitskonferenz ist...): "Die Freiheit des Wortes endet hier bei uns, wenn sich dieses Wort gegen Menschenwürde und Grundgesetz wendet. Wir glauben nicht an Zölle und Protektionismus, sondern an freien Handel. An Klimaabkommen und Weltgesundheitsorganisation halten wir fest, weil wir überzeugt sind: Globale Aufgaben werden wir nur gemeinsam lösen."
27.01.2026
Untergang der alten Parteien und Polarisierung
Die alten Parteien des Westens haben sich ihrer "volatilen" Bevölkerung angepasst, statt ihre Funktion, die Bevölkerung und ihre Meinung zu gestalten, wahrzunehmen. Sie wehren sich zugleich krampfhaft gegen alle Erneuerungversuche und glauben allen Ernstes, dass die Menschen so dumm sind, dass sie ihren grenzenlosnen Opportunismus nicht erkennen. Die Folge ist der fortschreitende Verfall der alten Parteien und der bestehenden Parteiensysteme, die ohne ein gewisses Niveau an Glaubwürdigkeit nicht existieren können. Der schleichende ökonomische Niedergang, wahnwitzige sozialistische Wirtschaftspolitik der EU-Großen, gepaart mit der schlechten humanistischen Bildung der Bevölkerung (die unschuldiges Opfer des diesbezüglich schlechten Bildungssystems darstellt) und neuen Medien beschleunigen diesen Prozess.
18.01.2026
Wir und China
Heute abend beim Speziergang mit Hund habe ich in Regensburg durch das Fenster einer Kneipe ein großes Porträt des jungen Mao gesehen, das über der Bartheke hängt. Das machte mich stützig, obwohl ich weiß, dass die meisten Deutschen über diesen kommunistischen Massenmörder kaum etwas wissen. Und ganz sicher wissen die allermeisten Deutschen nichts über Chang Kai-schek, ganz zu schweigen davon, dass sie nicht im Entferntesten ahnen, wie er aussah. Sie sind die geistigen Opfer der deutschen Schule und der deutschen Öffentlichkeit, und als solche wissen sie nicht, dass Chang Kai-schek gegen Mao ankämpfte, diesen Kampf um China verlor und sich nach Taiwan absetzen musste. Als autoritärer Herrscher hat er dort einen prosperierenden Staat aufgebaut, der im Laufe der Zeit demokratisch geworden ist. Deser Staat wird heute vom kommunistischen Festland-China ernsthaft bedroht - es gibt seriöse Hinweise darauf, dass Peking für das Jahr 2027 eine Einnahme Taiwans plant. Das ist der Grund, warum Taipeh auf amerikanische und überhaupt westliche Unterstützung hofft.
Auch heute habe ich in "The Economist" gelesen, dass Chinas Exporte im Jahr 2025 um 20 Prozent gewachsen sind, und zwar ungeachtet des amerikanisch-chinseischen Zollkampfes. Nur in den USA sind sie zurückgegangen. Aber die USA nehmen, falls ich mich richtig erinnere, lediglich zehnt Prozent der Exporte des kommunistischen Reichs der Mitte ab. Gestiegen sind hingegen die chinesischen Ausfuhren in asiatische Länder, nach Afrika und - um acht Prozent - in die EU.
Warum hängt in keiner deutschen Kneipe ein Porträt von Chang Kai-schek, der seit 1949 den Staat Taiwan als das echte, nicht kommunistische China aufbaute? Diese Frage kann leicht beantwortet werden: Ich würde mir auch kein Porträt eines autoritären chinesischen Herrschers zu Hause aufhängen. So sehr fühle ich mich mit China auch nicht verbunden.
Damit wird aber die wichtige Frage nicht beantwortet, nämlich weshalb in Deutschland dem größten Mörder des zwanzigsten Jahrhundert gehuldigt werden kann. Klar, man kann sagen, das sei eine Sache der relativ wenigen Mao-affinen Idioten, die es in jeder Nation gibt (selbst wenn wir zu Recht annehmen, dass diese Gruppe in Deutschland - und in Frankreich - besonders groß ist). Sind aber die Menschen, die unter Maos Porträt Bier trinken, tatsächlich alle Idioten? Bei den Biertrinkern in Deutschland handelt es sich doch um den Querschnitt der Bevölkerung (jeder weiß, dass dies nicht nur für Regensburg gilt).
Die Akzeptanz von Mao-Porträts, ob durch Unwissen und Gleichgültigkeit oder Idiotie bedingt, zeugt vom riesigen Problem des größten Landes der EU. Denn China ist heute der Feind des Westens. Es ist eine existenzielle Feindschaft: Wenn China seinen Konkurrenzkampf um die Vorherrschaft in der Welt, an dem sich bekanntlich die schwache EU nicht beteiligen kann, gewinnt, können wir uns nur dann retten, wenn wir militärisch, wirtschaftlich und geistig stark werden.
Wir können wir aber geistig stark werden, wenn wir die Symbolik unserer Feinde unwidersprochen pflegen, wenn auch meistens ohne für sie Verständnis zu haben? Wie können wir wirtschaftlich wieder stark werden, wenn wir die chinesische Wirtschaft fördern?
Und: Wie können wir militärisch stark sein, wenn wir geistige und wirtschaftliche Flaschen sind?
29.11.2025
Das neue Jalta droht
"Westen" bedeutet Rechtsstaat, Wohlstand, Hochkultur, aber auch - Verrat.
Sollte mit einem Neuen Jalta der Verrat an der Ukraine begangen werden, wird er von (schlauen) Politikern, (schlechten) Wissenschaftlern und Journalisten sowie von (schlecht gebildeten) Lehrern als der "Sieg des Friedens in Europa" millionenfach gepriesen werden. Denn kaum jemand in Westeuropa will erkennen, dass dieser Verrat die immer mehr sichtbare Schwäche des Alten Kontinents nur noch befördern wird. Die USA hingegen werden diesen Verrat besser verkraften, wenn sie sich auf Pazifik fokussieren.ussland ist ein Schurkenstaat nicht erst seit 2022. Russland hat u.a. Tschetschenien, Georgien, Syrien auf dem Gewissen. Russland ist ein relativ starker Schurkenstaat (obwohl gemessen an seinem Potenzial lächerlich schwach).
Der Westen hat keine Probleme damit, mit starken Schurkenstaaten zu kooperieren. Diese Politik nennt man in Deutschland selbst dann "Realpolitik", wenn sie - wie im seit 2004 andauernden Ukraine-Konflikt - Selbstschwächung bedeutet.
Der Westen (die USA und Westeuropa) blühte auf, nachdem er sich 1944 in Jalta mit dem Schurkenstaat Sowjetunion arrangierte, und zwar ungeachetet des darauf folgenden "Kalten Krieges". Später, in den siebzigern Jahren, kam das Arrangement mit dem anderen Schurkenstaat: mit der Volksrepublik China.
Der Westen - (schlaue) Politiker, (schlechte und feige) Wissenschaftler sowie Journalisten, schlecht ausgebildete Lehrer - meidet es sorgfältig, zuzugeben, dass seine Kooperation mit Schurkenstaaten immer auf Kosten der kleineren bzw. schwächeren Völker erfolgt. So verriet er nicht zuletzt seine eignen europäischen Kriegsalliierten. So verhielt er sich auch mit Tibet, in dem inzwischen der einst starke geistige Widerstand gegen die Gleichschaltung durch die Volksrepublik China gewaltsam ausgelöscht worden ist.
Heute geht es und die Ukrainer, die - und das ist neu in der Geschichte des Westens - einige Jahre vom Westen bei ihrem Verteidigung gegen den Schurkenstaat aus dem Osten unterstützt wurden. Mit dieser Unterstützung kauften die Westeuropäer Zeit, um gegen mögliche Bedrohung durch Russland aufzurüsten.
Sollte mit einem Neuen Jalta der Verrat an der Ukraine begangen werden, wird er von (schlauen) Politikern, (schlechten) Wissenschaftlern und Journalisten sowie von schlecht gebildeten Lehrern als der "Sieg des Friedens in Europa" millionenfach gepriesen werden. Denn kaum jemand in Westeuropa will erkennen, dass dieser Verrat die immer mehr sichtbare Schwäche des alten Kontinents nur noch befördern wird. Die USA hingegen werden diesen Verrat besser verkraften, wenn sie sich auf Pazifik fokussieren.