Man soll gegen den Strom schwimmen. Mit dem Strom schwimmt der Müll. (Zbigniew Herbert)
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12.04.2022
Selensky lädt Steinmeier aus
Die Ausladung von Steinmeier von Selensky hat Deutschland ins Mark getroffen. Der deutsche Chauvinismus liegt blank - fast alle hierzulande sind empört. Jetzt kommt es auf die internationale Reaktion an. Wenn die Stimmen Oberhand nehmen, dass es gut war, einem Freund von Lawrow und dem jahrzehntelangen Verräter der ukrainischen Interessen nicht die Gelegenheit zu geben, sich billig (Reise nach Kyiw ist nun ungefährlich geworden) rein zu waschen, dann werden vielleicht endlich auch die Deutschen verstehen, welche Schuld sie an diesem Krieg tragen.
13.03.2022
13.02.2022
14.02.2016
Kurzkommentar zur Münchener Sicherheitskonferenz
Bei seinem Besuch der Münchener-Sicherheitskonferenz vor zwei Jahren
wurde der amerikanische Senator und ehemaliger Präsidentschaftskandidat John McCain hierzulande noch einhellig kritisiert, weil er es wagte, das kurz zuvor von Angela Merkel ausgehandelte Minsk-2-Abkommen zu kritisieren. Er wollte zudem den
Ukrainern Waffen liefern. Im Jahre 2016 konstatieren wir einhellig das eigentlich seit Langem Bekannte, dass nämlich dieses
Abkommen von Russland zu keinem Zeitpunkt eingehalten wurde. Vorgestern sprach Medwedew, mit
dem Deutschland vor nicht mal einer Dekade eine
"Modernisierungspartnerschaft" (Demokratisierung inbegriffen) undbedingt schließen wollte, auf der gleichen Konferenz unverschämt von einem
"Bürgerkrieg" in der Ukraine und er warf dem Westen frech vor, für
den "Kalten Krieg" seines Landes mit dem Westen verantwortlich zu
sein. Während er daraufhin weitgehend einhellig endlich als das bezeichnet
wird, was er immer gewesen war (ein Niemand von Putins Gnaden), wurde McCain
hierzulande plötzlich hoffähig. Fazit: Deutschland verändert sich zwar in die
richtige Richtung, aber leider sehr, sehr langsam - dieser Wandel hin zur
Realität dauert bei der Führungsmacht der EU mittlerweile zwei Jahre. Sehr
gefährlich für Europa ist die Tatsache, dass die politischen Kräfte, die der
Bundesrepublik nüchtern das Wesen des russländischen Regimes erklären und
beibringen, wegen der Flüchtlingskrise politisch immer schwächer werden. Und es
ist immer noch nicht denkbar, dass Steinmeier als Außenminister entlassen sein
würde. Und - wie fürchterlich es auch wäre - man kann überhaupt nicht
ausschließen, dass Gabriel oder Seehofer an die Macht kommen könnten.
25.01.2015
Steinmeier spricht mit Lawrow ...
Mariupol liegt auf dem Weg von den durch Russland kontrollierten
Gebieten der Ukraine zur Krim (60 km von der russischen Grenze
entfernt). Seit Wochen wird über die Aufstockung der russischen Truppen
in den "Volksrepubliken" berichtet. Zugleich werden bei uns Stimmen
immer lauter, dass Sanktionen gegen Russland geschwächt werden sollen.
Steinmeier führt sinnlose Gespräche mit seinem russischen Kollegen
Lawrow. Währenddessen griff der Kreml gestern zu. Das unten gepostete
Video aus Mariupol, einer friedlichen Stadt, die plötzlich beschossen
wurde, dürfen nicht von Menschen gesehen werden, die Gewaltszenen nicht
vertragen.
https://www.youtube.com/watch?v=YFDFAngLzhI&index=2&list=PLmfQLqUUUOZ3noGvoMqLH-miQ7gNYLdm2
https://www.youtube.com/watch?v=YFDFAngLzhI&index=2&list=PLmfQLqUUUOZ3noGvoMqLH-miQ7gNYLdm2
26.04.2014
OSZE Mission entführt - wollte unser Außenminister das?
Gestern noch ließ Frank-Walter Steinmeier verlauten, dass die Lösung der Ukraine-Krise im verstärkten Engagement der OSZE liegt, obwohl niemand, der nüchtern denken kann, erwartet, dass die OSZE
Russland dazu bewegen könnte, das von ihm selbst, der Ukraine, den
USA und der EU unterzeichnete Genfer Abkommen vom 17. d.M. zu
respektieren. Unser Außenminister lässt aber keine Idee ungeachtet, die es möglich machen würde, seine Ablehnung von Wirtschaftssanktionen gegen Russland zu rechtfertigen. Denn Wirtschaftssanktionen könnten jenen Großunternehmern, die gerne Geschäfte mit autoritären Herrschern machen (da gibt es keine Wirtschaftskonkurrenz), Schaden zufügen.
Dass aber der Kreml so frech sein kann, die Entführung der Mitglieder einer OSZE-Mission (darunter vier Deutsche) zumindest zu dulden, damit hat unser Außenminister nicht gerechnet.Vielleicht soll er bei Siemens anrufen und nachfragen, was nun zu tun ist?
Dass aber der Kreml so frech sein kann, die Entführung der Mitglieder einer OSZE-Mission (darunter vier Deutsche) zumindest zu dulden, damit hat unser Außenminister nicht gerechnet.Vielleicht soll er bei Siemens anrufen und nachfragen, was nun zu tun ist?
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