In der Ukraine brödelt es. Der live-stream von Michailovskij-Platz zeigt augenblicklich, dass die - noch wenigen - Demonstranten den Platz unter ihrer Kontrolle haben. Es ist also nicht ausgeschlossen, dass wir es heute noch mit einer großen Demonstration zu tun haben werden, zumal Nachrichten kommen, dass z.B. aus Lviv Busse mit den Gegnern von Janukowitsch nach Kiew fahren. Gestern soll sogar in Sewastopol, das russischsprachig und politisch prorussisch ist, gegen die Regierung demonstriert worden sein.
Vielleicht werden die Politiker der Union, von Janukowytsch ganz zu schweigen, wirklich wieder des Besseren belehrt... Wie schon 2004. Immerhin geht es darum, dass die meisten Ukrainer die europäische Entwicklungsperspektive ihres europäischen Landes nicht verschlossen haben wollen. Das Schicksal der Völker und Nationen kann nicht von Politikern bestimmt werden. Es hängt auch nicht nur vom ausländischen Geld ab. Werden das heute die Ukrainer beweisen?
Man soll gegen den Strom schwimmen. Mit dem Strom schwimmt der Müll. (Zbigniew Herbert)
01.12.2013
27.11.2013
Dr. Roland Keller, Augenarzt, Regensburg
Zwei Mal in den letzten zwei Monaten habe ich den unten geposteten Brief an Herrn Dr. Roland Keller von der Regensburger Augenartzpraxis "Am Dom" abgeschickt. Keine Antwort erhalten. Vielleicht rührt er sich jetzt?
Sehr geehrter Herr Dr. Keller,
erst heute - nach einigen Reisen und Urlaub - komme ich dazu, diese email zu schreiben. Wahrscheinlich erinnern Sie sich an mich nicht mehr - ich besuchte Ihre Praxis am 17. Juli d.J., weil ich eine neue Gleitsichtbrille brauchte. Nach einigen Untersuchungen haben Sie mir diese auch verschrieben (ich habe zehn Tage später Ihre bei mir inzwischen angekommene Rechnung - 115 € - beglichen). Mit dem Rezept ging ich dann zu meinem Optiker, habe mir eine Brillenfassung ausgesucht und ... wurde von ihm in einen Nebenraum gebeten, wo er mich - ohne es allerdings anzukündigen - einer neuerlichen Augenuntersuchung unterzog. Mit seinem von Ihrem differierenden Untersuchungsergebnis konfrontiert und mit dem mir in meiner Kindheit beigebrachten Wissen ausgestattet, dass Augenärzte Augen überprüfen und Optiker Brillen anfertigen, entschied ich mich daraufhin zum Optikerwechsel.
Der neue Optiker versuchte es gar nicht mit der Augenuntersuchung und hat sich auf seine - nach meiner Vorstellung von damals - Hauptbeschäftigung konzentriert. Ich hatte deshalb meine Brille bei ihm bestellt und nach einer gewissen Wartezeit sowie Begleichung einer (wie Sie bei diesem Produkt vermuten können - keineswegs belanglosen) Rechnung bekam sie auch. Von der neuen Brille etwas "benebelt", trotzdem wegen des guten Ausgangs dieses langen Prozesses nach Hause gekommen, begann ich dort zu arbeiten. Dabei verließ mich das Gefühl einer gewissen Verwirrung nicht, das ich allerdings auf die ausbleibende Gewöhnung an die neue Protese zurückführte. Als ich jedoch von meinem PC aufstand und vor einem Regal stehend die Titel der darauf stehenden Bücher nicht lesen konnte, realisierte ich, dass die von Ihnen verschriebenen Brillengläser die falsche Sehstärke haben. Zurück beim Optiker angekommen, vergaß ich den Segen der Arbeitsteilung und ließ mir von ihm die Augen überprüfen. Die nun ermittelten Werte unterschieden sich von den von Ihnen festgestellten merklich (er hat den Unterschied auf 0.75 dpt geschätzt).
Was sollte ich dann tun? Die Rechnung war bezahlt und die Brille genau nach Ihrem Rezept angefertigt, so dass der Hersteller und der Optiker raus aus der Verantwortung waren. In dieser Situation hat der Optiker vorgeschlagen, er würde mit der bekannten Firma, die die Gläser angefertigt und geliefert hatte, über eine kulante Lösung sprechen. Dieses Gespräch verlief offenbar gut. Denn zwei Wochen später erhielt ich die Brille mit den neuen Gläsern, mit der ich keinerlei Probleme mehr habe.
Ich will nicht verhehlen, dass ich ohne die besagte Kulanz zurück zu Ihnen hätte gehen müssen, um Ihnen die Frage zu stellen, was ich denn hätte tun sollen. Und die zweite Frage hätte geläutet: Spricht die Erfahrung wirklich dafür, dass Optiker die von Ihnen ermittelten Werte überprüfen sollten?
Darf ich jetzt - mit Verspätung - erfahren, was Ihre Antworten auf diese Fragen gewesen wären?
Mit freundlichen Grüßen
Prof. Dr. Jerzy Mackow
20.10.2013
Die bischöfliche Badewanne
Das Spießertum hat in Deutschland bekanntlich alle Bildungsschichten und Berufsgruppen fest im Griff. Es ergötzt sich nun seit mehreren Tagen an der neuerlichen "Affäre" der katholischen Kirche: Der Limburger Bischof habe sich eine 15 000 € teure Badewanne bauen lassen! Die Empörung darüber scheint keine Grenzen zu kennen.
Die Empörungswelle rollt ausgerechnet über ein Land, in dem der Großteil der Bevölkerung über nichts Anderes so eifrig reden kann wie über Urlaub und Einkäufe, und das leider noch fürchterlich langweilig. Insofern passen sich die vermeintlichen Luxus-Vorlieben des norddeutschen Geistlichen doch der Grundhaltung seiner Landsleute an.
Obwohl einige ihrer Priester - wie der erwähnte Tebartz-van Elst - offenbar gemäß den in der deutschen Gesellschaft vorherrschenden Normen und Standards leben, wird die katholische Kirche eben für diese Volksnähe schmerzhaft bestraft: ihr laufen in Scharen die Schäfflein weg. Sie büßt damit dafür, dass sie den Ansprüchen, die sie selbst verkündet, nicht oder selten oder nicht oft genug (je nach dem Urteil des Beobachters) gerecht wird.
Woher kommt aber die Empörung jener angepassten Mehrheit, die hohe Ansprüche mit hohen Preisen verwechselt? Aus dem Neid. Diesen atheistischen Neidern ist zu raten: Werdet Bischöfe, dann könnt ihr Euch wahrscheinlich noch teurere Badewannen, vielleicht sogar neue Einbauküchen leisten!
Die Empörungswelle rollt ausgerechnet über ein Land, in dem der Großteil der Bevölkerung über nichts Anderes so eifrig reden kann wie über Urlaub und Einkäufe, und das leider noch fürchterlich langweilig. Insofern passen sich die vermeintlichen Luxus-Vorlieben des norddeutschen Geistlichen doch der Grundhaltung seiner Landsleute an.
Obwohl einige ihrer Priester - wie der erwähnte Tebartz-van Elst - offenbar gemäß den in der deutschen Gesellschaft vorherrschenden Normen und Standards leben, wird die katholische Kirche eben für diese Volksnähe schmerzhaft bestraft: ihr laufen in Scharen die Schäfflein weg. Sie büßt damit dafür, dass sie den Ansprüchen, die sie selbst verkündet, nicht oder selten oder nicht oft genug (je nach dem Urteil des Beobachters) gerecht wird.
Woher kommt aber die Empörung jener angepassten Mehrheit, die hohe Ansprüche mit hohen Preisen verwechselt? Aus dem Neid. Diesen atheistischen Neidern ist zu raten: Werdet Bischöfe, dann könnt ihr Euch wahrscheinlich noch teurere Badewannen, vielleicht sogar neue Einbauküchen leisten!
18.09.2013
Die GRÜNEN waren Mal dumm und gefährlich - so what?
Politikwissenschaftler Fritz Walter hat nun die Ergebnisse seiner im Auftrag der GRÜNEN erstellten Recherche veröffentlicht. Unabhängig davon, was ihn dazu getrieben haben mag, diese Ergebnisse ausgerechnet einige Tage vor den Parlamentswahlen publik zu machen, geht aus ihnen hervor, dass diese Partei in den achtziger Jahren in ihren Programmen Pädophilie gut geheißen hatte, wenn "beide Seiten es im gegenseitigen Einverständnis tun". Als ich die Nachricht von dieser Recherche vernahm, musste ich mich leider an meine Zeit in der Bundesrepublik vor der Wiedervereinigung erinnern.
Es muss so in der Mitte der achtiger Jahre gewesen sein, als ich - aus dem kommunistisch unterjochten Polen in die Bundesrepublik illegal zum Studieren gekommen - von der seltsamen Kinderliebe unter den grünen Politikern und Wählern erfahren habe. Eines Abends schaute ich mir in meinem Hamburger Studentenwohnheim Fernsehen an, als über die grün angefärbte Forderung nach der gleichberechtigen körperlichen Liebe zwischen acht- und achtundsechzighährigen berichtet wurde, wenn ich mich richtig erinnere - kommentarlos. Ich wollte nicht glauben, was ich da gehört habe, während meine eingeborenen studentischen Mitbewohner - kritisch wie der Großteil der deutschen Jugend zu sein pflegt, wenn es um Abstrusitäten in ihrem eigenen Land geht - gar nicht staunten wollten. Ein Streit brach aus, in dem mir die Rolle eines zwar vom Schicksal betroffenen, aber letztlich doch ein bisschen "faschistoiden, katholischen" Polen zugeteilt wurde (diese Rolle war ich mittlerweile gewöhnt gewesen, obwohl ich bei aller Sympathie für den Katholizismus niemals katholisch war). Ich hatte dafür sogar etwas Verständnis, weil ich allmählich realisierte, dass meine Kommilitonen, die ich privat meistens sehr, sehr mochte, in politischer Hinsicht normalerweise doch arme Schweine waren. Sie stellten nämlich Produkte des altbundesrepublikanischen Wohlstandsnihilismus dar, der im sonderbaren politischen Klima, das von den in der direkten Nachkriegszeit rapide demokratisierten Nazis und der politischen Naivität der in der Nachkriegsszeit durch die größtenteils zutiefst verdorbene Kriegsgeneration betrogenen Jugend geprägt war. Biedere, aber auf nationalistische Weise trotzdem zynische bürgerliche Parteien, der Hang zum totalitären Denken unter Eliten (diesmal Marxismus) und die aufsteigende Fremdenfeindlichkeit, gepaart mit der nationalen Hassliebe, trugen auch zum Gedeihen dieses bis heute vorherrschenden Nihilismus der Übersättigten bei. Die Grünen - damals von noch mehr Studenten als heute unterstützt - waren in einem stetigen Aufstieg begriffen, weil sie einen für politisch unterentwickelte Ignorante attraktiv erscheinenden Ausweg aus diesem politischen Matsch versprachen. Für mich war diese Partei (und auch das ihr nahe stehende Witzblatt "Tageszeitung") nicht nur wegen der Pädophilie-Äußerungen, sondern auch wegen ihrer außenpolitischen Unbedarftheit inakzeptabel. Sie trat allen Ernstes für einseitige Abrüstung ein, um die auch mich im Ostblock regierenden Verbrecher mit gutem Beispiel zur ähnlichen außenpolitischen Haltung zu bewegen. Das marxistische bzw. post-marxistische (heute sagt man dazu häufig "postmoderne") Personal unter den in Turnschuhen laufenden Funktionären war für mich ein Beweis dafür, dass Deutschland noch einen langen Weg würde gehen müssen, um tatsächlich im Westen anzukommen.
Vor diesem Hintergrund der eigenen Biographie schockieren mich die "Enthüllungen" Fritz Walters selbstverständlich nicht. In den letzten Jahrzehnten habe ich vielmehr die GRÜNEN zu schätzen gelernt: Sie weichen doch vom vorherrschenden Typus des deutschen politischen Opportunisten nicht um ein Jota ab. Ihre Karriere-Sucht nennen sie und ihre Anhänger "Marsch durch Institutionen". Wenn nötig, wandeln sich diese Pazifisten von früher zu der bellizistischen Fraktion der deutschen Politik schlechthin um. Zwar brauchten sie dafür Jahrzehnte, aber sie haben zweifellos die parlamentarische Demokratie gelernt. Den anderen etablierten Parteien durchaus ähnlich sind sie zudem dazu außer Stande, den politischen Herausforderungen von heute gerecht zu werden. Auch sie glauben, dass es mit "Energiewende" getan sein wird. Demokratie in der EU ist auch ihnen gleichgültig. Sollen sie also wirklich nur deshalb als regierungsunfähig gelten, weil sie früher bodenlos dumm und - nicht nur für Kinder - gefährlich waren?
Ja, auch ich bin richtig deutsch geworden, wie diese neue Einstellung zeigt. Ist es aber vermeidbar, wenn man in einem fremden Land Jahrzehnte lang lebt?
Es muss so in der Mitte der achtiger Jahre gewesen sein, als ich - aus dem kommunistisch unterjochten Polen in die Bundesrepublik illegal zum Studieren gekommen - von der seltsamen Kinderliebe unter den grünen Politikern und Wählern erfahren habe. Eines Abends schaute ich mir in meinem Hamburger Studentenwohnheim Fernsehen an, als über die grün angefärbte Forderung nach der gleichberechtigen körperlichen Liebe zwischen acht- und achtundsechzighährigen berichtet wurde, wenn ich mich richtig erinnere - kommentarlos. Ich wollte nicht glauben, was ich da gehört habe, während meine eingeborenen studentischen Mitbewohner - kritisch wie der Großteil der deutschen Jugend zu sein pflegt, wenn es um Abstrusitäten in ihrem eigenen Land geht - gar nicht staunten wollten. Ein Streit brach aus, in dem mir die Rolle eines zwar vom Schicksal betroffenen, aber letztlich doch ein bisschen "faschistoiden, katholischen" Polen zugeteilt wurde (diese Rolle war ich mittlerweile gewöhnt gewesen, obwohl ich bei aller Sympathie für den Katholizismus niemals katholisch war). Ich hatte dafür sogar etwas Verständnis, weil ich allmählich realisierte, dass meine Kommilitonen, die ich privat meistens sehr, sehr mochte, in politischer Hinsicht normalerweise doch arme Schweine waren. Sie stellten nämlich Produkte des altbundesrepublikanischen Wohlstandsnihilismus dar, der im sonderbaren politischen Klima, das von den in der direkten Nachkriegszeit rapide demokratisierten Nazis und der politischen Naivität der in der Nachkriegsszeit durch die größtenteils zutiefst verdorbene Kriegsgeneration betrogenen Jugend geprägt war. Biedere, aber auf nationalistische Weise trotzdem zynische bürgerliche Parteien, der Hang zum totalitären Denken unter Eliten (diesmal Marxismus) und die aufsteigende Fremdenfeindlichkeit, gepaart mit der nationalen Hassliebe, trugen auch zum Gedeihen dieses bis heute vorherrschenden Nihilismus der Übersättigten bei. Die Grünen - damals von noch mehr Studenten als heute unterstützt - waren in einem stetigen Aufstieg begriffen, weil sie einen für politisch unterentwickelte Ignorante attraktiv erscheinenden Ausweg aus diesem politischen Matsch versprachen. Für mich war diese Partei (und auch das ihr nahe stehende Witzblatt "Tageszeitung") nicht nur wegen der Pädophilie-Äußerungen, sondern auch wegen ihrer außenpolitischen Unbedarftheit inakzeptabel. Sie trat allen Ernstes für einseitige Abrüstung ein, um die auch mich im Ostblock regierenden Verbrecher mit gutem Beispiel zur ähnlichen außenpolitischen Haltung zu bewegen. Das marxistische bzw. post-marxistische (heute sagt man dazu häufig "postmoderne") Personal unter den in Turnschuhen laufenden Funktionären war für mich ein Beweis dafür, dass Deutschland noch einen langen Weg würde gehen müssen, um tatsächlich im Westen anzukommen.
Vor diesem Hintergrund der eigenen Biographie schockieren mich die "Enthüllungen" Fritz Walters selbstverständlich nicht. In den letzten Jahrzehnten habe ich vielmehr die GRÜNEN zu schätzen gelernt: Sie weichen doch vom vorherrschenden Typus des deutschen politischen Opportunisten nicht um ein Jota ab. Ihre Karriere-Sucht nennen sie und ihre Anhänger "Marsch durch Institutionen". Wenn nötig, wandeln sich diese Pazifisten von früher zu der bellizistischen Fraktion der deutschen Politik schlechthin um. Zwar brauchten sie dafür Jahrzehnte, aber sie haben zweifellos die parlamentarische Demokratie gelernt. Den anderen etablierten Parteien durchaus ähnlich sind sie zudem dazu außer Stande, den politischen Herausforderungen von heute gerecht zu werden. Auch sie glauben, dass es mit "Energiewende" getan sein wird. Demokratie in der EU ist auch ihnen gleichgültig. Sollen sie also wirklich nur deshalb als regierungsunfähig gelten, weil sie früher bodenlos dumm und - nicht nur für Kinder - gefährlich waren?
Ja, auch ich bin richtig deutsch geworden, wie diese neue Einstellung zeigt. Ist es aber vermeidbar, wenn man in einem fremden Land Jahrzehnte lang lebt?
10.09.2013
Back to the nineties in Russland?
In Deutschland gibt es Wahlen, aber zum Glück in der Welt passieren noch wichtige Sachen.
Unten eine Art Manifest von Aleksej Navalnyj, der auf einer Kundgebung davon spricht, dass vorgestern - während der Bürgermeisterwahl in Moskau - in Russland politische Opposition geboren wurde. Mancher Politikwissenschaftler in Deutschland soll nun eigentlich von "weniger defekter Demokratie" sprechen. Menschen, die logisch denken, sehen in dieser Entwicklung - falls Navalnyjs Analyse berechtigt ist -, dass sich Russland an der Schwelle vom alternativlosen zum Wettbewerbautoritarismus befindet. Also back to the nineties?
ВАЖНО: РЕЧЬ АЛЕКСЕЯ НАВАЛЬНОГО НА МИТИНГЕ НА БОЛОТНОЙ ПЛОЩАДИ 9 СЕНТЯБРЯ 2013 ГОДА
"Если вы хотите знать, как себя чувствует рок-звезда, то, в первую
очередь, это очень страшно. Говорят: бросайся в толпу, но я не допрыгну.
Я на митинге усталых людей. Вот эти все люди – они не спали уже двое
суток. Уже спрашивали: “кто из вас был наблюдателями”? Мы все, скорее
всего, не спали последнюю ночь, но я счастлив быть на этом митинге
усталых людей, которых гораздо больше, чем те 28 000 липовых человек, с
помощью которых Собянин и Единая Россия пытаются украсть нашу победу.
Спасибо вам, что пришли сюда! Когда я говорю и все говорят...когда я
сам говорю, что Навальный – это просто небольшая часть этой кампании,
сам Навальный, сам я как человек…вот я почувствовал это сейчас на
митинге. Эти люди сказали все мои слова и даже прокричали все мои
кричалки. Я рад быть частью, пусть даже маленькой частью, этого чего-то
очень большого и мощного. Спасибо вам еще раз, друзья мои! Спасибо всем
огромное!
Спасибо, всей команде, которая работала на выборах и
которая работает на выборах, которая будет работать и дальше во втором
туре, которого, я уверен, мы добъемся!
Я второй раз выступаю
на митинге, который посвящен фальсификациям на выборах. В первый раз это
было 5 декабря 11-го года. Тогда это был митинг отчаянных наблюдателей.
Это, действительно, был митинг отчаяния. Мы понимали, что мы ничего не
добьемся, и мы все равно митинговали. Сейчас я пытался понять, это
скорее митинг победы или поражения...По вашему мнению, это митинг победы
или поражения?
Мы давно все хотели выступить на митинге
победы. Мы все очень устали от того, что последние 13, 15 лет мы все
время проигрываем. Я рад сегодня вместе с вами выступать на митинге
победы. Спасибо!
Я хотел бы перед вами извиниться. Потому
что…когда каждый раз, когда меня спрашивали:”Ты веришь в победу?”. Я
говорил:”Я верю в победу, верю, что мы можем выиграть эти выборы”. Но
где-то там все равно видела мысль, что невозможно, у них там телевизор,
огромные деньги, они могут размазать нас во всех телесюжетах. А нас-то
чего? Рейтинги официальные показывают 3 процента. Но сегодня, когда я
знаю, что благодаря вам, благодаря вашей работе, благодаря этим людям
каждый третий избиратель Москвы отдал свой голос за нас, я говорю
однозначно:”Это победа!” Извините, меня, пожалуйста, что я не верил до
конца!
Кто из вас был на нашем концерте под дождем несколько
дней назад? Спасибо большое. Я рад, что вы не заболели все. Вы помните, о
чем мы там говорили? Я просил вас помочь мне, довериться мне,
объединиться, помочь мне, в том числе, обрести мое имя. Я думаю,
конечно, что теперь это наше общее имя и это наша галочка в бюллетене.
Мы тогда с надеждой, с надеждой и верой, говорили о том, что мы хотим
изменить политическое пространство в стране, мы хотим построить что-то
новое, мы хотим увидеть другую оппозицию. Я стою сейчас на митинге, где,
просто констатирую, в России родилась большая Оппозиция! В России
родилось настоящее, большое политическое Движение, которое представляет
интересы большинства, которое может идти на выборы с конструкивной
программой и готово побеждать на этих выборах. И мы – это политическое
движение!
Мы будем работать с другими политическими движениями,
которые мы уважаем и которым благодарны за участие в этой избирательной
кампании. Но напомните мне, пожалуйста, сколько в Москве, где живет 15%
населения страны, получило ЛДПР? Сколько СР? Сколько "Яблоко"? Сколько
коммунисты? Мы будем работать вместе с ними, но мы зовем их работать с
собой и идти за нами, и мы будем лидирующей политической силой в России,
которая будет бороться с ЕР. Мы знаем, что только мы можем победить ее,
и мы ее обязательно победим.
На этих выборах родилась в
России, наконец-то, политика! Родилась оппозиция! Мы точно знаем, что
делать, мы точно знаем, как делать. Вы слышали сейчас объявление Леонида
Волкова о том, что они готовы идти на пересчет голосов. По крайней
мере, они сейчас заявили об этом. Формально, наверно, наш митинг достиг
своей цели. С другой стороны, мы же понимаем, что они попытаются нас
обмануть. Конечно, они попытаются нас обмануть. Мы знаем это, мы
понимаем это. Они дадут мне реальный или условный срок и попытаются
оттеснить меня от участия в политической борьбе.
Они не будут
регистрировать все наши партии, они будут морочить нам голову с
митингами, они будут морочить нам голову с судами. Мы понимаем это. Но
сейчас мы точно знаем, как с этим бороться. Наконец-то мы нашли
правильные форматы работы. Наконец-то мы знаем, что делать. Если вы были
на одном из митингов на проспекте Сахарова... я говорил о том, что мы
должны ходить на митинги как на работу.
И к нашей оппозиционной
деятельности нужно относить, как к работе. Это были, наверно, какие-то
верные слова, но меня очень часто спрашивали: "Ну хорошо, а в чем
заключается эта работа? Мы не понимаем, объясни." И сейчас вместе с вами
я могу сказать, что мы знаем, в чем заключается работа, мы делали эту
работу на этих выборах, и мы победили! Каждый третий москвич оценил нашу
работу и каждый третий москвич сказал:”Эти ребята работают отлично, и я
их поддерживаю!
И я знаю, что некоторые из вас, наверно, ждут,
что я призову оставаться здесь, на этой площади. Ждете? Кто-то
прокричал ”нет”, кто-то прокричал ”да”. Но я бы хотел оставаться
все-таки с вами до конца честным, и если мы пищем на наших лозунгах “Не
врать и не воровать”, я тоже не собираюсь вводить вас в заблуждение и не
собираюсь вас подставлять, подвергать опасности и так далее. И если я
звал вас на этот митинг, для того, чтобы обсуждать результаты выборов и
просил вас поддержать наш ультиматум, то ровно этого я сегодня, мы все
этого и добились.
И я не хотел бы вас втягивать туда, куда вы
не пришли намеренно. Когда наступит время, а может, оно наступит, когда я
позову вас участвовать в несанкционированных акциях, переворачивать
машины, поджигать файеры или еще что-то… может быть, такое время
наступит, я вам прямо так и скажу прямым текстом:”Ребята, приходите те,
кто готов поджигать файеры и ночевать на асфальте’. Я буду с вами
ночевать на асфальте! Но сначала я хотел бы вас предупредить об этом.
Я прошу вас, чтобы вы мне поверили, потому что я знаю, что делать
дальше. Когда-то на одном из митингов я кричал, что я сетевой хомячок, я
перегрызу глотки этим скотам. Согласитесь, я немножко погрыз эти глотки
с вашей помощью. Я точно знаю, что делать дальше. Я знаю, что жаба на
трубе боится, подпрыгивает, потому что лапкам становится горячо, и это
сделали мы, и это мы будем делать дальше. Мы знаем, как, мы знаем, как
превратить нашу политическую машину, которую мы создали на этих выборах,
в машину, в паровой каток, который раздавит ЕР и всех жуликов и воров,
которых ЕР распихала по всем властным кабинетам.”
08.09.2013
Muss dieser Wahlkampf so unerträglich billlig sein?
Habe mir gerade eben im ARD den Wahlspot der 'Republikaner' angeschaut: In der Disco tanzen mehrere Menschen, einige davon nackt, so dass mehr oder weniger dicke Pos - allerdings in Farben jener etablierten Parteien, die die Reps zu bekämpfen glauben - zum negativen Leitmotiv dieser Wahlwerbung werden. Die Losung dazu: 'Wir wurden verarscht' (gemeint sind die Bürger der Bundesrepublik). Ich bezweifle, dass es in Europa - ingegriffen Russland, das bekanntlich nur teilweise und darüber hinaus bloß geographisch dazu gehört - noch ein Land gibt, in dem bei wichtigen Wahlen die politischen Gegner dem Hinterteil gleichgesetzt werden. Wo leben wir? Ist Deutschland wirklich eine politische Kloake?
Warum verspotten die Nachbarn Deutschlands diese Niveaulosigkeit des Wahlkampfes, die auf der intellektuellen Ebene auch von etablierten Parteien produziert wird, nicht? Wahrscheinlich deshalb, weil sie die tief verwurzelten Vorurteile über Deutschland und die Deutschen bestätigt.
Warum verspotten die Nachbarn Deutschlands diese Niveaulosigkeit des Wahlkampfes, die auf der intellektuellen Ebene auch von etablierten Parteien produziert wird, nicht? Wahrscheinlich deshalb, weil sie die tief verwurzelten Vorurteile über Deutschland und die Deutschen bestätigt.
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